Chronik Chronik
Chronik des Schützenvereins In der Chronik der Stadt Hohenmölsen wird der 1. August des Jahres 1748 als Gründungstag angegeben. Im Jahre 1796 wurde eine „Schützengesellschaft“ gebildet. In den Jahren zwischen 1806 und 1820 konnte die Schützengesellschaft ihr Brauchtum durch den Krieg nicht ausüben. Durch die Franzosen wurden alle Gewehre und ihr gesellschaftliches Eigentum zerstört und verbrannt.  Aus weiteren vorhandenen Unterlagen des Merseburger Landesarchivs wurde am 13. September 1845 von der Errichtung eines „Bürger-Jäger-Corps“ mit 50 Mitgliedern berichtet. Im Jahre 1848 wird von einer „Schützengilde“ gesprochen. Durch Darlehen wurde der Wiederaufbau, des abgebrannten  Schützenhauses vorangetrieben, das am 15. Juli 1882 eröffnet wurde. Mit dem angrenzendem Schießstand hatte die „Schützengilde“ ihr neues Domizil. Nach den Kriegswirren und deren Folgen wurde 1920 eine neue „Schützengesellschaft“ gegründet, die aus  37 Mitgliedern bestand. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges ist kein Schützenverein in Hohenmölsen bekannt. In der DDR wurde der Schießsport über die „Gesellschaft für Sport und Technik“ (GST) betrieben. Aus den Sektionen Sportschießen des Kreises Hohenmölsen gingen viele Bezirks- und DDR- Meister hervor.   Im Juli 1990 gründeten die Sportschützen Jürgen Weiße, Helge Eder, Karl Salewski und weitere Sportschützen den neuen Schützenverein, um die Traditionen einer langjährigen Geschichte des Vereins fortleben zu lassen.  Am 3. August 1990 wurde er beim Kreisgericht Hohenmölsen als „Schützenverein 1990 Hohenmölsen e.V.“ im Vereinsregister registriert. Ziel des Vereins war und ist es altes Schützenbrauchtum und Schützentradition wieder zu beleben. Eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Hohenmölsen und anderen Vereinen bilden einen Schwerpunkt im Vereinsleben.  Die ersten Vereinsräume wurden die ehemaligen Geschäftsräume des damaligen Kreisausschusses des DTSB.  Am 6. Juni 1992 erhielt der Schützenverein in einer Fahnenweihe vom Bürgermeister der Stadt Hohenmölsen,  Herrn Hans Dieter v. Fintel, die Vereinsfahne überreicht. Der Schießbetrieb fand in der Schießstätte des Weißenfelser Schützenvereins statt. Am 15. Februar 1995 erfolgte das Nutzungsrecht der Kleinkaliberschießanlage in Rössuln am Werk Köpsen. Umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten waren  notwendig.  Es entstanden  ein neuer  Kurzwaffenstand mit moderner Duell-Anlage und ein KK- Langwaffenstand mit den notwendigen Vereinsräumen. Ab 1991 wird jährlich der Schützenkönig des Vereins ausgeschossen. Weitere Höhepunkte im Jahr sind der nun schon traditionelle Peter-Nolding-Pokal und der Fahrlehrer-Pokal in unserer Sportstätte. Zum festen Bestandteil des Vereinslebens im geselligen Bereich gehört seit vielen Jahren Vereinsvergnügen, wie das Frühlingsfest, das Herbstfest, das Weihnachtsfest, gemeinsame Silvesterfeiern und jährlich ein Vereinsausflug mit Angehörigen und Freunden des Vereins. Auch Ausflüge unserer Mitglieder des Schützenvereins zu den seit langem befreundeten Schützenvereinen in Steinbach  und Dägerlen/Winterthur, St. Gallen (Schweiz) stehen auf dem Programm.  Ein ebenfalls großer Wert wird auf die sportlichen Aktivitäten im Verein gelegt. Nach unzähligen Trainingseinheiten und durch qualifizierte Übungsleiter wurden schlagkräftige Mannschaften in den Druckluftdisziplinen, der Sportpistole und im KK-Gewehr gebildet. So konnten ständig vordere Plätze bei den Kreismeisterschaften und Pokalwettkämpfe errungen werden. Nach Siegen in Landeswettbewerben konnten auch Mitglieder des Vereins an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Besonders kann hier der Schützenbruder Dieter Weiße hervorgehoben werden. Weiterhin legen wir großen Wert auf die Traditionspflege der Schützen. Dabei bilden die Präsenz bei Schützenfesten von Schützenvereinen der Umgebung einen Schwerpunkt. Unsere Stadt Hohenmölsen hat unter anderem auch ein Denkmal für die Opfer der Weltkriege, welches von unserem Verein in besondere Pflege genommen wurde. Neben der Pflege der Anlage gedenken wir  an jedem Volkstrauertag der Gefallenen und legen ein Gebinde nieder.  Nach Fertigstellung des Druckluftwaffen-Schießstandes im Jahre 2003 verbesserten sich die Trainingsbedingungen für unsere Schützen. In den Ligen des Landes und des Schützenkreises „SUED“ konnten Siege und vordere Plätze erreicht werden. Leider mussten die genutzten Räume im ehemaligen Kulturhaus des Paraffinwerk Köpsen wegen Eigentümerwechsels aufgegeben werden. Bis heute trainieren die Luftdruckschützen in einem Provisorium auf der Kurzwaffenbahn in unserer Einrichtung. Im Jahr 2005 beging unsere Stadt ihre 925-Jahr-Feier. Der Schützenverein Hohenmölsen 1990 e.V. gegr.1748 feierte  seinen 15. Jahrestag der Neugründung.  Eine weitere Modernisierung der Schießstätte erfolgte nach diesem Höhepunkt. Die sanitären Anlagen wurden total erneuert, die Außenanlagen neu gestaltet, die Küche auf den neuesten Stand der hygienischen Forderungen gebracht sowie die Vereinsräume renoviert und umgebaut. Heute ist die Sportanlage für unsere Mitglieder und Gäste eine echte Heimstatt. 2007 wurde die Umzäunung der Schießstätte erneuert und so auch die äußere Sicherheit gewährleistet.  Einen Überblick über die Arbeit im Verein informiert der Jahresplan.